Einsamkeit
Allein zu sein bedeutet nicht, einsam zu sein. Denn damit Einsamkeit als negatives, Trauer auslösendes Gefühl wahrgenommen wird, muss zugleich ein Mangel empfunden werden. Dieser bezeichnet das fehlende Verhältnis zu anderen Menschen, die Einbindung in ein funktionierendes soziales Netzwerk, die soziale Isolation, wie es in der Fachsprache heißt. Einsamkeit ist ein subjektiv erlebtes Gefühl, das in tiefe Bedrängnis führen kann. Suizidversuche sind eine Form, mit der Menschen dem begegnen. Andere treten die Flucht nach vorn an, verdecken ihre Gefühle durch ein Übermaß an Aktivität oder Hektik.
Gründe erkennen
Das Empfinden von Einsamkeit gehört zum menschlichen Leben dazu. Doch handelt es sich dabei um Augenblicksempfindungen. Wird daraus eine dauerhafte soziale Isolation, so sind zumeist noch andere Faktoren beteiligt. Mangelndes Selbstwertgefühl, Intoleranz, Verlustängste – es gibt viele Gründe, warum Menschen sich isolieren, obwohl sie sich gleichzeitig nach Freundschaft und Nähe sehnen. In all diesen Fällen sind dem Empfinden von Einsamkeit psychische Komponenten beigemengt, die den Betroffenen als Störungen seines Empfindungslebens stark beeinträchtigen.